top of page

Kreativität als Motor des Erfolgs

  • vor 7 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

FADZ Expertentalk zeigt Innovationsgeist der fränkischen Polstermanufaktur Bullfrog in Michelau



MICHELAU. In einer Welt, in der Mainstream-Möbel viele Wohnzimmer regieren, geht eine Manufaktur aus Michelau bewusst den entgegengesetzten Weg: Bei Bullfrog Marketing & Design wird nicht für den Massengeschmack produziert, sondern gegen die Beliebigkeit angearbeitet. Davon konnten sich die Teilnehmenden des jüngsten Expertentalks des FADZ Wirtschaftsverbands überzeugen. Mehr als 20 Gäste waren der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der international erfolgreichen Polstermanufaktur zu werfen.

 

Regional verwurzelt, international zu Hause

 

Das Team um Geschäftsführer Jan Beier und Hannes Beuerle hatte gemeinsam mit den Designern Kurt Beier und Kati Quinger ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: An mehreren Stationen konnten die Gäste den Weg eines Möbelstücks von der ersten Idee über den Prototyp bis hin zum fertigen Produkt nachvollziehen.

 

Dabei wurde zum einen deutlich, dass Bullfrog zwar international agiert, aber tief in der Region verwurzelt ist. Diese regionale Verbundenheit spiegelt sich auch in der Beschaffung wider: Wo immer möglich, setzt das Unternehmen auf regionale Partner wie lokale Schreiner, Metallbauer, Schäumer und Stofflieferanten. Um den eigenen hohen Designanspruch zu erfüllen, werden ergänzend dazu Materialien wie exklusive Stoffe und Leder gezielt weltweit eingekauft. Diese Symbiose aus lokaler Handwerkskunst und globalem Sourcing ermöglicht Produkte, die heute in rund 25 Länder weltweit vertrieben werden.

 

Inspiration statt „Order von oben“

 

Zum anderen erfuhren die Gäste des Expertentalks, dass neue Produkte nicht auf Zuruf von Vertrieb oder Geschäftsleitung entstehen. Vielmehr bildet ein kreatives Designteam den Kern der Entwicklung. Hier werden Trends erspürt, Ideen geboren und Inspiration aus unterschiedlichsten Quellen gesammelt. Nach der ersten Konzeptphase werden weitere Abteilungen eingebunden, um gemeinsam zu optimieren. Was alle eint: spürbare Leidenschaft und eine gehörige Portion Mut.

 

Wie wichtig dieser Mut ist, verdeutlichte das Beispiel des Modells „Iwan“. In seinem ersten Jahr wurden gerade einmal drei Exemplare dieses Modells verkauft. In vielen Firmen wäre das Projekt daher schnell wieder in der Schublade verschwunden. Doch das Team glaubte an das Konzept. Heute ist der „Iwan“ das meistverkaufte Produkt der Firma – ein Erfolg, den niemand vorhersagen konnte, der aber zeigt: Wer zwei bis drei Nasenlängen voraus sein will, darf nicht im Mainstream mitschwimmen. „Wir können nur bestehen, wenn wir konsequent in eigene, einzigartige Entwicklung und Design investieren“, betonte Jan Beier. Diese Strategie geht auf: Mit einer Exportquote von rund 40 Prozent beweist die Manufaktur, dass „Design made in Michelau“ weltweit Anklang findet – fernab von Massenkonsum und austauschbarer Ware.

 

Digitalisierung im Handwerk

 

Dass Individualität auch mit großen Herausforderungen verbunden ist, zeigte der Blick in die Auftragsabwicklung: Ähnlich wie bei der Konfiguration eines Premium-Fahrzeugs können sich Kunden ihr Wunschsofa selbst zusammenstellen und unter anderem aus rund 300 Bezugsmaterialien, mehr als 100 Nahtvarianten und etlichen anderen Auswahlmöglichkeiten wählen. Daraus können sich schnell mehrere Millionen theoretische Varianten pro Modell ergeben. „Diese Komplexität muss man erst einmal beherrschen“, erklärte Hannes Beuerle. Der Schlüssel hierzu sei ein modernes ERP-System, wobei die Digitalisierung künftig noch intensiver in die Prozesse einfließen soll.

 

Nach einem intensiven Rundgang nutzten die Teilnehmer das anschließende Get-together für einen regen Austausch. Bei einer zünftigen fränkischen Brotzeit wurden Kontakte geknüpft und die Eindrücke des Abends vertieft. Andreas Poth, der erste Vorsitzende des FADZ Wirtschaftsverbands, zeigte sich sichtlich erfreut über die Resonanz: „Der heutige Abend hat eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig unser Verband ist. Dieser branchenübergreifende Austausch ist Gold wert für unsere Region.“

FADZ Experten-Talk Social Up Your Business | 11.2023 |
Das sagen unsere Mitgliedsunternehmen zum FADZ Wirtschaftsverband
TruDi, der Truck der Digitalisierung zu Gast in Lichtenfels
Machbar e.V.: Das MachbarMobil - ein Makerspace auf Rädern
naddcon: Von der Idee zum Produkt – wie naddcon im 3D Druck Lösungen bietet

Schreiben Sie uns.

Danke für Ihre Nachricht.

FADZ Wirtschaftsverband Logo

FADZ Wirtschaftsverband e.V.
Laurenzistr. 2
96215 Lichtenfels

Telefon:  +49  9562  9822-40

Kontakt (Datenschutzbeauftragter):
info@fadz-wirtschaft.de

Impressum

Datenschutzerklärung

  • Facebook
  • LinkedIn
  • Instagram
  • Youtube

Unser Visionär:

FADZ-visionaer_01_Titel.avif
FADZ-visionaer_02_Titel.avif

Ausgabe 2024

Ausgabe 2025

bottom of page