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Effizienzschub für das Handwerk

  • 12. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

FADZ Expertentalk gibt spannende Einblicke in moderne Vermessungstechnik



Sie sparen Zeit, erhöhen die Effizienz und reduzieren Fehler – innovative Technologien wie 3D-Laserscanner erleichtern heute schon den Arbeitsalltag von Handwerksbetrieben. Auch in Lichtenfels sind derartige Lösungen bereits im Einsatz und bieten viele Vorteile, wie der jüngste Expertentalks des FADZ Wirtschaftsverbands in Kooperation mit dem FADZ Zweckverband zeigte.


3D-Scanning im täglichen Einsatz


Zum Auftakt präsentierte Jonas Brehm vom Metallbaubetrieb Lorenz Brehm eindrucksvoll, wie sein Unternehmen bereits seit mehreren Jahren 3D-Scanner für Bestandsaufnahmen einsetzt. Die präzisen Scandaten dienen dort als Grundlage für die Konstruktion von Balkonen, Geländern oder Treppenläufen – direkt im digitalen Modell.


Besonders spannend für die 20 Gäste waren die detaillierten Einblicke in den kompletten Workflow – von der Aufnahme mit dem Scanner über die Datenaufbereitung bis hin zur Weiterverarbeitung im CAD-System. Jonas Brehm betonte, dass erfolgreiche Ergebnisse weit über die reine Bedienung des Scanners hinausgehen. Entscheidend sei vielmehr das Verständnis für Datenqualität, Modellierung und die anschließenden Bearbeitungsschritte. Für ihren Anwendungsfall sei dieses Verfahren genau das richtige, da der Fokus auf hoher Genauigkeit, dem Zusammenspiel mit anderen Gewerken, und effizienter Arbeitsplanung- und vorbereitung liege.


Der Vortrag führte zu einer lebhaften Diskussion im Plenum. Die Besucher interessierten sich sowohl für Vorteile und Grenzen der Technologie als auch für konkrete Fälle, in denen ein Scanverfahren weniger geeignet ist. Diese offene Reflexion machte deutlich, wie individuell die Anforderungen je nach Gewerk und Projekt ausfallen.


Projekt „Digicraft@FADZ“: Referenzgeräte für das digitale Handwerk


Im Anschluss stellte der FADZ-Zweckverband das Projekt „Digicraft@FADZ“ vor. Das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Digitales Handwerk des FADZ-Wirtschaftsverbands und verfolgt das Ziel, Handwerksbetrieben niedrigschwellige Test- und Anwendungsmöglichkeiten für moderne Digitalisierungstechnologien bereitzustellen. Hierbei standen die Themenbereiche Exoskelette, 3D-Aufmaß sowie VR-Training im Handwerk im Fokus.


Vor allem im Bereich 3D-Aufmaß zeigte sich in mehreren Planungsrunden für das Projekt mit regionalen Betrieben, dass es keine universelle Lösung für alle Anwendungsfälle gibt – ein Befund, der sich bereits im Vortrag von Jonas Brehm widerspiegelte. Deshalb lag der Schwerpunkt bei der Anschaffung des FADZ auf intuitiven, schnell einsetzbaren Systemen mit geringen Schulungsaufwänden und frei zugänglichen Softwaretools.


Neue Referenzsysteme im FADZ: Photogrammmetrie, Tachymetrie & VR


Mit dem Ziel, einen niedrigschwelligen Einstieg in Technik zu schaffen, um fundierte Erfahrungen für weiterführende innerbetriebliche Entscheidungen zu gewinnen, hat das FADZ mehrere Geräte erworben. Diese können von interessierten Firmen im FADZ für den Einsatz auf der eigenen Baustelle ausgeliehen werden.


Mit einer Kameradrohne beispielsweise lassen sich kostengünstige 3D-Modelle per Photogrammmetrie erstellen. Beim Expertentalk wurden Beispiele gezeigt, darunter Modelle des Lichtenfelser Stadtschlosses, des Meranier-Gymnasiums sowie des Säubrunnens am Unteren Tor. Vorteile dieser Methode sind der geringe finanzielle Aufwand und die leichte Zugänglichkeit – die Anwendung ist sogar mit Smartphone und kostenloser Software möglich. Nachteilig ist die geringere Genauigkeit im Vergleich zu professionellen Laserscannern.


Neu im FADZ ist außerdem ein hochpräzises automatisiertes Tachymetriesystem von Leica. Es ermöglicht das punktgenaue Setzen von Messpunkten und liefert äußerst exakte Aufmaße – besonders relevant für Bau- und Ausbaugewerke. Hierbei lag der Fokus darauf, genaue Messergebnisse zu erzielen ohne den Aufwand einer 3D-Punktewolkennachbearbeitung. Das System ist modular und kann im Tiefbau bis hin zur Einpassung eingesetzt werden. Auch VR-Anwendungen wurden vorgestellt. Sie ermöglichen u.a. das Betrachten von 3D-Scans in Virtual Reality, etwa zur Planung, Produktplatzierung oder für Gestaltungsprozesse.


Austausch und Ausprobieren im Anschluss


Nach den Vorträgen nutzten die Besucher die Gelegenheit für einen intensiven Erfahrungsaustausch. Die verschiedenen Systeme im FADZ konnten direkt ausprobiert werden – ein Angebot, das sehr gut angenommen wurde. Der große Zuspruch zeigte, wie relevant das Thema 3D-Aufmaß für viele Gewerke ist. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll praxisnahe Gespräche sind, um eigene Anforderungen zu formulieren und geeignete Technologien auszuwählen.


Die Veranstaltung machte klar: Moderne 3D-Erfassungsmethoden bieten dem Handwerk enorme Potenziale – von der Effizienzsteigerung über Planungssicherheit bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Gleichzeitig bleibt die Auswahl der passenden Technologie eine individuelle Frage: Welche Genauigkeit wird benötigt? Wie viel Zeit und Budget sollen investiert werden? Und wie sehen die eigenen Arbeitsprozesse aus? Das FADZ zeigt sich hochzufrieden mit dem großen Interesse und freut sich bereits auf die Fortsetzung der Reihe im kommenden Jahr.


Wer Interesse an einer Ausleihe der genannten Referenzsysteme hat, kann sich jederzeit gerne per E-Mail an Johannes Zeck, Geschäftsleiter des FADZ Zweckverbands, wenden.


Impressionen der Veranstaltung:



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