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Wenn Wirtschaft und Politik Klartext sprechen

  • vor 1 Stunde
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FADZ-Kamingespräch mit MdB Emmi Zeulner und CSU-Bürgermeisterkandidatin Christina Deuerling trifft den Nerv der Region



Volle Stühle, offene Worte und konstruktive Diskussionen, die deutlich länger dauerten als geplant: Das Kamingespräch des FADZ Wirtschaftsverbands in der Schultze Schankstube am Markt zeigte vergangene Woche eindrucksvoll, wie groß der Gesprächsbedarf zwischen Wirtschaft und Politik in der Region ist. Die exklusive Veranstaltung für Mitgliedsunternehmen war ausgebucht – und das Interesse an einem offenen Austausch entsprechend hoch.

 

Mit der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner und der CSU-Bürgermeisterkandidatin Christina Deuerling standen zwei zentrale politische Akteurinnen Rede und Antwort. In entspannter Atmosphäre, aber mit klaren Botschaften, wurde ein breites Themenspektrum angesprochen – von Stadtentwicklung über Bauen bis hin zum Tourismus.

 

Anpacken ist angesagt

 

André Baumann, 2. Vorsitzender des Wirtschaftsverbands und Geschäftsführer von verpa Folie Weidhausen, machte bereits zur Begrüßung deutlich, dass die aktuellen Herausforderungen nur im engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik zu lösen seien. MdB Emmi Zeulner betonte, dass in der Kommunalpolitik nun Mut zu neuen Ideen gefragt sei. „Es ist zu viel liegen geblieben und das müssen wir jetzt gemeinsam anpacken“, so Zeulner. Als Beispiele nannte sie den Fahrradweg zwischen Roth und Klosterlangheim, ein neues Schulkonzept oder auch den Kreisel an der OMV sowie die Nutzung der Wohnungen der Maiacher Stiftung.

 

Ein zentraler Baustein sei die Schaffung von Wohnraum sowie eine intelligente Flächennutzung. Eine wichtige Rolle spiele dabei der sogenannte „digitale Zwilling“. Dieses digitale Flächenkataster soll Leerstände transparent machen und gezielt Potenziale für neue Produktionsstandorte aufzeigen. Dem pflichtete Christina Deuerling bei. Für die Bürgermeisterkandidatin ist klar: „Wir müssen künftig hybrid denken und Synergien nutzen.“ Es gelte, Anreize zu schaffen, damit Unternehmen sich nicht nur in Lichtenfels ansiedeln, sondern langfristig am Standort gehalten werden.

 

Lösungen für Wohnungsbau und Tourismus

 

Besonders intensiv wurde das Thema Bauen und Sanieren diskutiert. Wolfgang Schubert-Raab, Geschäftsführer der Raab Baugesellschaft, brachte hier seine Expertise ein und kam auf den „Gebäudetyp E“ (Einfaches Bauen) zu sprechen. „Durch den Verzicht auf nicht sicherheitsrelevante Normen und Standards – etwa im Bereich überzogener Technik oder gehobenen Schallschutzes – lassen sich bis zu 25 Prozent der Baukosten einsparen“, erklärte Schubert-Raab. Sein Plädoyer: Der Gebäudetyp E müsse das neue „Normal“ werden, um bezahlbares und effizientes Bauen wieder zu ermöglichen, ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit zu machen.

 

Auch der Tourismus wurde als wichtiger Wirtschaftsfaktor diskutiert. Stefan Klaus, Geschäftsführer der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen, machte deutlich, dass in diesem Bereich bislang zu wenig passiere. Christina Deuerling verwies auf den Weintourismus in Unterfranken als positives Beispiel: „Dort erfolgt die Vermarktung strukturiert und aus einem Guss. Auch wir müssen für den Tourismus Pakete schnüren und diese als Marke etablieren, um eine hohe Auslastung zu erreichen.“

 

Unverzichtbarer Dialog

 

Wie sich im Verlauf des Abends zeigte, bewegt die regionale Wirtschaft eine Vielzahl an Themen und Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem die stärkere Berücksichtigung heimischer Betriebe bei öffentlichen Ausschreibungen sowie die Unterstützung des Einzelhandels, der angesichts des weiter boomenden Online-Handels unter Druck steht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass politische Handlungsspielräume durch geltende rechtliche Vorgaben auf Bundes- und Landesebene begrenzt sind.

 

Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass der regelmäßige Dialog zwischen Wirtschaft und Politik unverzichtbar ist. Nur durch den kontinuierlichen Austausch von Informationen und Perspektiven können zukunftsfähige Konzepte für die Region entwickelt und letztlich auch erfolgreich umgesetzt werden.


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