Offen, ehrlich und auf Augenhöhe
- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Jan.
Neues Dialogformat des FADZ Wirtschaftsverbands bringt Wirtschaft und Politik an einen Tisch

Neue Formate brauchen Mut – und Gesprächspartner auf Augenhöhe. Mit dem ersten FADZ-Kamingespräch wagte der FADZ Wirtschaftsverband im Dezember bewusst einen neuen Weg im Austausch zwischen regionaler Wirtschaft und Politik und setzte damit einen frischen Impuls für den Standort Lichtenfels. In der neuen Schankstube am Markt stand zum Auftakt der direkte Dialog mit dem Ersten Bürgermeister der Stadt Lichtenfels, Andreas Hügerich, im Mittelpunkt.
Dialog statt Frontalveranstaltung
Eröffnet wurde der Abend von André Baumann, 2. Vorsitzender des FADZ Wirtschaftsverbands. Er betonte, dass mit dem Kamingespräch ein offener Austausch zwischen regionaler Wirtschaft und politischen Entscheidungsträgern gefördert werden soll – fernab klassischer Vortrags- oder Podiumsveranstaltungen. „Unser Anspruch ist ein ehrlicher Dialog ohne Agenda und ohne Redemanuskripte. Dies schafft Vertrauen, räumt mit Vorurteilen auf und bringt uns als Region gemeinsam voran“, so Baumann.
Das Kamingespräch verstehe sich ausdrücklich nicht als Frontalveranstaltung, sondern als Gespräch mit denjenigen, die Verantwortung tragen – auf beiden Seiten. Und genau dieses Konzept ging auf: Bereits kurz nach Beginn entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, kommunalen Entwicklungszielen und zur Rolle der Unternehmen in der Region. Schnell wurde klar, dass Politik und Wirtschaft ein gemeinsames Ziel verfolgen – die nachhaltige Stärkung des Standorts Lichtenfels und der gesamten Obermainregion.
Ein Wunsch mit strategischer Tragweite
Einen besonderen Akzent setzte erster Vorsitzender Andreas Poth mit einer ebenso ungewöhnlichen wie strategischen Frage: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, es ist bald Weihnachten und Sie dürfen sich etwas wünschen. Was ist Ihr Wunsch an die Wirtschaftsvertreter des FADZ Wirtschaftsverbands?“ Bürgermeister Hügerich ließ sich nicht lange bitten und formulierte einen klaren Appell an die regionale Wirtschaft: „Die beiden bestehenden Master-Studiengänge in Lichtenfels sind vollständig ausgebucht. Meine Frage an die Unternehmen lautet: Welches Thema ist für die heimischen Firmen so relevant, dass daraus ein zweiter Master-Studiengang in Lichtenfels entstehen kann?“
Eine Frage mit weitreichender Bedeutung. Denn auch wenn Lichtenfels derzeit noch ein kleiner Standort der Hochschule Coburg ist, gewinnt dieser zunehmend an Relevanz. Zusätzliche Dynamik verspricht der geplante Umbau der Kirschbaummühle, initiiert vom Gründer der FADZ Vision Frank Carsten Herzog. Das Projekt soll den Hochschulstandort Lichtenfels weiter schärfen – insbesondere im Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Kommune.
Regelmäßiger Austausch geplant
Genau hier setzt der FADZ Wirtschaftsverband mit seinen Dialogformaten an. Neben den künftig vierteljährlich geplanten Kamingesprächen lädt der Verband seine Mitglieder regelmäßig zum FADZ-Netzwerkstammtisch ein, der jeden ersten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr in Schulzes Schankstube am Markt stattfindet. Weitere Informationen zum Verband und einer Mitgliedschaft finden Interessierte unter www.fadz-wirtschaft.de








